Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement

Gibt es ein QM-System?
Wie wird damit gearbeitet?
Gibt es in der Klinik eine QM-Beauftragte?

Fast alle Kliniken haben ein QM-System. Eines der gebräuchlichsten Systeme im klinischen Bereich ist KTQ. Allerdings sind die Mitarbeiterinnen in einigen Häusern nicht in das bestehende QM-System involviert. Bestandteil des QM-Systems sind zum Beispiel Einarbeitungskonzepte. Fragen Sie danach! Wer hat Kenntnis davon?

Wer erstellt die Leitlinien für die geburtshilfliche Abteilung?

Arbeiten Ärztinnen und Hebammen gemeinsam daran?

Welche Standards sind festgelegt? Und wo finde ich diese?

Wenn Sie zusätzlich freiberufliche Leistungen wie z.B. Kurse in der Elternschule des Hauses erbringen, fragen Sie unbedingt nach, ob die Kurse im QM des Hauses erfasst sind! Wenn das nicht so ist, müssen Sie hierfür ein eigenes QM-System etablieren. (siehe Freiberufliche Tätigkeit)


Fehlermeldesysteme

Ein wichtiger Baustein von Qualitätsmanagementsystemen sind Fehlermeldesysteme. Sie können ganz gezielt zur Verbesserung von Strukturen oder Ausstattung von Arbeitsplätzen genutzt werden.

Folgende Fehlermeldesysteme stehen zur Verfügung:

 

CIRS

CIRS (Critical Incident Reporting System) wurde für Pflegeberufe aus dem QM der Luftfahrt  übernommen und wird vom Gesetzgeber für Krankenhäuser gefordert. Das CIRS soll durch die Mithilfe des Personals über Beinahe-Fehler berichten und so Abläufe verändern. CIRS richtet sich nach außen und ein ganzes Gremium aus verschiedenen Berufsgruppen beschäftigt sich damit. Seit 2017 ist es möglich, dass Krankenhäuser an ein überregionales CIRS-System melden. Der Gesetzgeber hat dafür eine Kostenpauschale pro Behandlungsfall und Jahr vereinbart. Die Teilnahme der Kliniken ist freiwillig.

CIRS

Handlungsempfehlung des Aktionsbündnis Pateintensicherheit

health-care.inworks.de


Fälle für alle

Dies ist ein elektronisches Meldesystem für Erfahrungsfälle aus der geburtshilflichen Praxis. Hier können anonym kritische Ereignisse, Beinahe-Fehler oder best-practice-Fälle aus der täglichen Hebammenarbeit gemeldet werden. Dabei steht das Lernen im Vordergrund, da es den Berichtenden und den Leserinnen der Berichte ermöglicht, eigene Lösungen anzubieten bzw. aus den Fehlern anderer zu lernen. Diese Reflexion der Ergebnisse kann und soll zu einer erweiterten Lern- und Fehlerkultur führen.

www.fälle-für-alle.org


Riskop

Riskop dient der elektronischen Erfassung und Bearbeitung von Beinahe-Fehlern in einem Krankenhaus.  Neben dem Riskop gibt es auch weitere Anbieter mit einer Software zur elektronischen Bearbeitung von Beinahe-Fehlern in Krankenhäusern. Allen ist jedoch gemein, dass sie die Arbeit in einem Fehlermeldesystem elektronisch unterstützen.

www.grb.de

In einigen Kliniken gibt es auch ein reines Fehlermanagementsystem, das nicht anonymisiert ist und nur intern genutzt werden kann.